Ein paar Einblicke in meine Haltung, meine Arbeit – und meinen Weg.
Ich bin Mirjam Kittel. Ich mag Räume, in denen Menschen aufatmen können,
sich zeigen dürfen und spüren:
Hier darf ich sein, wer ich bin. Und damit bin ich genug.
Ich bin keine Expertin. Ich:
In der Begleitung von Menschen und in der Gestaltung von verbindenden Räumen fühle ich mich lebendig.
Ich arbeite ressourcenorientiert. Für mich steht nicht die Frage im Vordergrund, warum jemand „falsch“ gehandelt hat, sondern: Was war der gute Grund dafür?
Viele Handlungen entstehen aus Überforderung, Zeitdruck, widersprüchlichen Anforderungen oder dem Versuch, Bedürfnisse zu schützen. Wenn wir die Gründe verstehen, wird Lernen möglich – ohne Schuld und ohne Scham.
Gewalt ist für mich kein Schwarz-Weiß-Begriff, sondern ein Kontinuum: von kleinen Grenzverschiebungen bis zu klaren Verletzungen.
Diese Perspektive schafft Raum für ehrliches Hinschauen – ohne zu relativieren. Sie ermöglicht Fragen wie: „Wo stehen wir gerade?“ und „Wie können wir uns wieder an unseren Werten orientieren?“
Ich habe oft erlebt, dass Menschen Fehler verschweigen – nicht aus Mangel an Verantwortungsgefühl, sondern aus Scham und Angst vor Abwertung oder Konsequenzen.
Fehlerkultur heißt für mich, Räume zu gestalten, in denen Menschen sagen können: „Hier bin ich an meine Grenze gekommen.“ Erst wenn Sicherheit da ist, wird Verantwortungsübernahme möglich.
Veränderung entsteht selten durch moralischen Appell. Sie passiert dort, wo Menschen sich gesehen und verstanden fühlen.
Deshalb frage ich nicht „Warum veränderst du dich nicht?“, sondern: „Was macht diesen Schritt gerade schwer?“ Diese Frage öffnet Räume für Mut, statt Druck zu erzeugen.
Für mich sind Werte kein Regelwerk, sondern ein Kompass. Viele Konflikte entstehen dort, wo Prioritäten unklar sind.
Ich begleite Teams dabei, ihre Werte sichtbar, verständlich und im Alltag nutzbar zu machen – damit Entscheidungen stimmiger und verbundener werden.
Unsere Geschichten, Prägungen und Rollenbilder beeinflussen, was wir uns zutrauen und was wir für „nicht für uns“ halten.
Ich möchte Räume eröffnen, in denen Menschen Neues ausprobieren dürfen – und erleben, wie sich Selbstverständnis und Mut verändern können, wenn etwas Unerwartetes gelingt.
In meiner Arbeit in Wohngruppen, Kindergärten, Bildungsarbeit und der Zeitarbeit habe ich gesehen, wie schnell Schwierigkeiten unausgesprochen bleiben – aus Scham, Überforderung oder der Sorge, als „Problem“ zu gelten. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viel möglich wird, wenn Menschen sich sicher fühlen und offen sprechen können.
Mich persönlich haben vor allem zwei Bereiche geprägt:
Diese Erfahrungen nähren mein Anliegen, Räume zu gestalten, in denen Menschen sich zeigen dürfen, ohne Angst vor Beschämung. Räume, in denen Verantwortung möglich wird – ohne moralischen Druck. Und Räume, in denen Neues entstehen darf, das größer ist als das, womit wir hineingekommen sind.
… freue ich mich über eine Nachricht. Oft beginnt alles mit einem Gespräch – und einem Moment des Aufatmens.
Schreib mir: mirjamkittel@gmail.com