Wie kann Begleitung zugänglich sein – und gleichzeitig meine eigene Existenz sichern? Ein Feld, in dem ich bewusst am Experimentieren bin.
Aktuell arbeite ich geldfrei.
Das bedeutet: Für meine Angebote wird kein Geld verlangt. Mir ist dabei wichtig, offen zu benennen, wie ich den Umgang mit Geld und Gegenleistung verstehe. Viele Angebote folgen einer klaren Tauschlogik: Eine Leistung wird gegen Geld oder eine andere definierte Gegenleistung erbracht. Das schafft Orientierung, schließt aber auch Menschen aus, die diese Gegenleistung nicht leisten können oder wollen. Im Moment habe ich genug, um meinen Alltag zu bestreiten. Deshalb kann ich mir erlauben, meine Räume kostenfrei anzubieten. Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie ein transparenter und fairer Umgang mit Geld aussehen kann – insbesondere im Bereich von Beratung, Bildung und Begleitung. Ich wünsche mir Zugänge, die weniger davon abhängen, welche materiellen Ressourcen Menschen mitbringen. Konkret heißt das derzeit: Wer meine Arbeit nutzt, ist zu keiner Gegenleistung verpflichtet. Langfristig möchte ich Wege finden, mit dem, was ich zu geben habe, in der Welt wirksam zu sein – und gleichzeitig transparent zu machen, was ich selbst gerade brauche: ob Geld, Unterstützung oder etwas anderes. Ich suche nach Formen, in denen Menschen, die geben möchten und können, sich beteiligen können – nicht als Gegenleistung für ein Angebot, sondern aus eigener Entscheidung. Im Moment und im direkten Kontakt. Wie genau das langfristig aussehen wird, weiß ich noch nicht. Mir ist jedoch wichtig, diesen Prozess offen und nachvollziehbar zu gestalten. Ich weiß, dass diese Form des Arbeitens für manche ungewohnt oder verunsichernd sein kann. Deshalb benenne ich meine Angebote aktuell bewusst als „kostenlos“ und nicht als „tauschlogikfrei“. Ich verstehe diese Arbeitsweise als einen Erprobungsraum: für mehr Zugänglichkeit, für andere Formen von Zusammenarbeit und für ein Miteinander, das nicht sofort an Gegenleistung geknüpft ist.Du hast Fragen, oder möchtest dich mit mir austauschen?
schreib mir: mirjamkittel@gmail.com